Das Werksgelände des Tonwerk Venus wurde um eine neue Rohstofflagerhalle mit integrierter Sägespäne-Aufbereitung erweitert.

Besonders wärmedämmende klimatherm-Außenwandziegel sparen über ihre gesamte Lebensdauer von vielen Jahrzehnten wertvolle Energie. Die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV2014, mit Verschärfung 2016) werden mit der Wanddicke 36,5 cm problemlos erfüllt. Zunehmend setzen die Häuslebauer allerdings auf eine dickere Wand. Ziegel mit 42,5 cm sind deutlich auf dem Vormarsch, denn damit können z.B. auch Energiesparhäuser nach den Kriterien des KfW-Effizienzhaus 55 gebaut werden.

Eine der Voraussetzungen für die Produktion solcher Ziegel ist die trockene Lagerung der Rohstoffe unter Dach. Die Rohstoffe Lehm, Ton und Mergel neigen dazu sich bei Regen mit Wasser „vollzusaugen“. Konsequenzen daraus sind eine unzureichende Maßgenauigkeit der Ziegel und ein erhöhter Energieverbrauch bei der Produktion.

Zur Porosierung der Rohstoffmischung werden Sägespäne in erheblicher Menge verarbeitet. Die Sägespäne verbrennen im Ofen und erzeugen Poren, die die Wärmedämmung des Ziegels verbessern. Bevor die Sägespäne in der Produktion eingesetzt werden können ist es erforderlich, schädliche Metallteile und zu große Holzstücke auszusondern. Letztere werden nach der Siebung in einer speziellen Mühle soweit zerkleinert, dass die resultierenden Späne in der Produktion eingesetzt werden können.

rohstofflager_kombi

In der neuen Halle können große Mengen hochwertiger Rohstoffe unter Dach gelagert werden. Die integrierte Sägespäne-Aufbereitung erhöht die Ausbeute an verarbeitbarer Sägespäne und verbessert deren Qualität. Die beiden Investitionen dienen der Qualitätsverbesserung der Ziegel und der Energieeinsparung.